Beitrags-Archiv für die Kategory 'Allgemein'

Die kriminelle Annexion der DDR…

Mittwoch, 16. August 2017 13:31

… oder wie die Wirtschaft der DDR geplündertt wurde. Unten nur ein Beispiel, nach dem Tausende andere erfolgten. Und bis heute werden Lügen aufgetischt, die, vollkommen haltlos, vorgaukeln sollen, daß die DDR-Wirtschaft 1989 pleite war. Den ist ganz und gar nicht so!

Unten stehend nun ein Artikel aus der JW vom 12.08.2017:

„Nie mehr etwas Festes

Von Arnold Schölzel

Die fast komplette Deindustrialisierung des Ostens schloss die Zerstörung des Geflechts von Beziehungen im privaten Bereich ein, das oft mehrere Generationen gehalten hatte.

Stefan Locke ist politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) für Sachsen und Thüringen. Am 5. August veröffentlichte er in der FAZ einen ganzseitigen Artikel mit dem Untertitel: »Seit Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping über die harte Nachwendezeit spricht, kommen erschütternde Geschichten ans Licht. Diese Aufarbeitung passt aber nicht allen.« Der erste Satz lautet: »Das Schweigen dauerte 26 Jahre, und jetzt soll es ausgerechnet an einem schönen Sommersonntag enden.« Locke berichtet über ein Treffen von rund 40 Männern und Frauen am 18. Juni. Bis 1990 hatten sie in einem Elektroporzellanwerk in Großdubrau nördlich von Bautzen gearbeitet. 850 Beschäftigte stellten dort Isolatoren für Hochspannungsleitungen her. Acht Wochen nach dem 3. Oktober 1990 erfuhren sie, dass ihr Werk geschlossen wird. »Offizielle Begründung: Es gebe im Westen genug Betriebe, die Isolatoren herstellten.« Ein halbes Jahr später seien aber Lkw durch den Ort gerollt, um 70 Maschinen zur westdeutschen Konkurrenz zu bringen. Die Anlagen waren von dort importiert worden und noch nagelneu gewesen, die »Margarethenhütte war technisch auf Weltniveau«. Die Hälfte der Produktion wurde in den Westen verkauft. Eine Besetzung des Werktores verzögerte die Demontage nur kurz, die meisten Fabrikgebäude wurden gesprengt. Der Fall wurde im Bundestag diskutiert, die Rede war von 400 neuen Arbeitsplätzen, »die nie kamen«.Genau 25 Jahre war es her seit der Werkstorbesetzung. Viele Teilnehmer des Treffens, zu dem auch Ministerin Köpping (SPD) anreiste, seien zum ersten Mal seit damals wieder auf dem Gelände. Locke zitiert einen Diplomingenieur, der erzählt, dass nach ihm seine Frau entlassen wurde. Sie haben drei Kinder: »Ich habe jeden Job, wirklich jeden Job angenommen, um meine Familie nicht im Stich zu lassen.« Hausmeister, Lagerist, Security, zig Umschulungen, aber nie mehr etwas Festes. »Sein jüngster Sohn schloss sich den Neonazis an, wollte sich an dem System rächen, das den Eltern das antat. Der Vater holte ihn da noch raus, dann brach er zusammen. Klinik, Reha, erwerbsunfähig und bis heute ständig Ärger mit den Ämtern. ›Das kann niemand wiedergutmachen‹, sagt er. ›Nur die Erinnerung an die Geborgenheit im Sozialismus und meine Familie haben mir geholfen, das alles zu überstehen.‹«

Der FAZ-Autor schildert ein Beispiel dieser Art nach dem anderen – aus anderen Orten und anderen Branchen. Das Bild, das er zeichnet, kennt jeder Ostdeutsche. Es zeigt: Die fast komplette Deindustrialisierung des Ostens schloss die Zerstörung des Geflechts von Beziehungen im privaten Bereich ein, das oft mehrere Generationen gehalten hatte. Kalkül? Wer nicht abwanderte – es waren in den ersten 15 Jahren nach 1990 etwa drei Millionen Menschen –, der sprach meist nicht über die Katastrophe.

Frau Köpping fährt in Orte wie Großdubrau, seitdem sie nach einer »Rede über Verletzungen der Nachwendezeit« im Herbst 2016 eine »Lawine« an Einladungen erhielt. Die CDU Sachsen und der Ministerpräsident, so der Autor, möchten der »Kummertante« das Thema entziehen. Und: »Die Linkspartei ist aufgeschreckt durch den Zuspruch für die Ministerin, die in ihrem ureigensten Revier wildert. Die Linke sollte sich nicht scheuen, das Wort ›Osten‹ wieder häufiger zu nutzen, forderte Sachsens Parteivorsitzender Rico Gebhardt.« Großartig. Ein Anfang wäre, wenn auf Thematisierung von DDR und ostdeutschen Fragen nicht rituell »Unrechtsstaat« aus den Regierungsreihen dieser Partei zurückschallt. Helmut Kohl war da gelegentlich wahrhaftiger, wie Locke erwähnt. Er antwortete einmal auf die Frage nach seinen Fehlern bei der Vereinigung, er habe versäumt, »offen darüber zu reden, dass nicht alles in der DDR falsch war und im Westen nicht alles richtig«. Hätte ein Ansatz für Die Linke sein können. “

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Ja, ich bin für die Todesstrafe, bei Hochverrat am Volk!

Donnerstag, 18. Mai 2017 6:44

Ein Artikel von „Saschas Welt“:

 

 

„Danke, Herr Gorbatschow“ – das werden wir Ihnen nie vergessen!

 

agent gorbachevIst es Dummheit oder ist es Antikommunismus? In der US-amerikanischen Propaganda-Zeitschrift „Reader’s Digest“, die „umweltfreundlich“ und möglichst billig in Polen gedruckt wird, um dann auf dem deutschen Markt verteilt zu werden, schreibt der Chefredakteur in seiner Kolumne (Februar 2017): „manchmal dauert es, bis man erkennt, was man einem Menschen verdankt“. Ja, und manche erkennen es nie oder wollen es nicht erkennen! Sie, jedenfalls, sehen es nicht oder wollen nicht sehen, welches Leid und welche katastrophalen Veränderungen es seit 1990 für Millionen Menschen gab, als Gorbatschow sein Land in die Katastrophe führte. Was wir, die Bürger der Sowjetunion, der DDR und der anderen sozialistischen Länder, diesem sauberen „Herrn Gorbatschow“ zu verdanken haben, das haben wir schon vor über 25 Jahren gemerkt: Massenhafte Enteignungen, Vernichtung ganzer Industriezweige, Entlassungen und Kommunistenverfolgungen im großen Stil auf unserer Seite (der Seite der werktätigen Menschen) und unermeßliche Bereicherung auf der anderen Seite (der Seite der kapitalistischen Ausbeuterklasse). Hinzu kamen – nachdem es in Europa über 40 Jahre keinen Krieg mehr gegeben hat – neue Kriege hier und in aller Welt…

Und da reden Sie vom Ende des „Kalten Krieges“, während im Irak, in Libyen, Syrien, Bosnien, der Ukraine und anderswo neue, heiße Kriege entfacht wurden? Und das erfüllt einen Chefredakteur mit Stolz? Fürwahr – eine seltsame Logik! Natürlich – nicht jeder hat es gleich kapiert, daß nach 1990 in allen bisher sozialistischen Ländern eine hemmungslose, räuberische Plünderei begann, ja – beginnen mußte. Denn das ist eine Gesetzmäßgkeit des Kapitalismus. Oligarchen und Neureiche schossen wie die Pilze aus dem Erdboden, Familien, ja ganze Dörfer versanken in Armut und Perspektivlosigkeit. Doch die drohende Krise des kapitalistischen Systems war wieder einmal abgewendet. Und stärker noch als bisher gelang es den imperialistischen USA, ihre Militärmacht weltweit auszubauen.

Preisverdächtig???

sukinsynWährend Ihr „Herr Gorbatschow“ mit hohen Preisen überschüttet wurde, lachten sich die Imperialisten halb kaputt über soviel Naivität, mit der die geprellten Völker einem gewissenlosen Schurken geglaubt hatten, sein „neues Denken“ werde ihnen allen neben den Vorzügen des Sozialismus, der kostenlosen Bildung und der sozialen Sicherheit auch noch den unermeßlichen Reichtum einiger weniger Kapitalisten bescheren. Doch weit gefehlt – nur einzelnen Gerissenen war es vergönnt, sich zu bereichern. Eine Ellbogengesellschaft setzte sich durch und die Dummheit und die Unwissenheit der Schuljugend nahm bisher ungeahnte Ausmaße an. Und das alles erfüllt sie mit Stolz? Zu Tausenden strömen die Kriegs- und Elendsflüchtlinge nach Europa, wohl wissend, daß der Reichtum einer BRD in nicht geringem Maße auf der Armut und der Not der ausgebeuteten Länder beruht. Terrorismus ist nun wahrlich keine Naturerscheinung, sondern ein Produkt des weltweit agierenden Kapitalismus.

Pech gehabt???

Auf dem Gebiet der DDR, die mit Hilfe einiger einheimischer Ganoven abgeschafft worden war, gab es eine „Treuhand“. Durch deren „treue Hände“ floß das gesamte Volkseigentum unseres Landes in die Taschen einiger weniger raffgieriger, kapitalistischer Räuber und deren Lakaien.  Das werden Sie doch wohl nicht leugnen? Schon ein Herr Dunning stellte fest:dunning

Quelle:  J.P.Dunnings Zitat. In: Karl Marx, Das Kapital. Erster Band, Dietz Verlag, Berlin 1983, S.788.

Es ist – gleich in welchem Land – immer der Imperialismus, der solche Grausamkeiten, solche Verbrechen hervorbringt. Sie sollten einmal, wenn Sie die Mühe nicht scheuen, eines der kleinen, verwahrlosten Dörfer inmitten Rußlands aufsuchen, oder eine Stadtrandsiedlung in Twer, in Chabarowsk, Irkutsk oder wo auch immer Sie wollen. Das, und nicht nur das, sind die Folgen einer Perestrojka. Nein – gehen wir noch weiter zurück: Das sind die Folge eines Verrats am Sozialismus, einer Preisgabe der Grundprinzipien einer sozialistischen Gesellschaft – insbesondere des Volkseigentums an den Produktionsmitteln!

Kommunismus?

Das werden Sie vermutlich nicht hören wollen: Der Kommunismus war gut für die Menschen. Er brachte der Sowjetunion eine Epoche des größten Menschheitsfortschritts (vom hölzernen Hakenpflug bis zur friedlichen Nutzung des Weltraums) und den Völkern der Welt den Sieg über den Faschismus. Er ermöglichte uns, die wir im Sozialismus aufwuchsen, soziale Sicherheit und eine hoffnungsvolle Perspektive. Und er schenkte uns allen in Europa die längste Friedensperiode des 20. Jahrhunderts.

„Will man in aller Kürze die Anatomie der kommunistischen Gesellschaft skizzieren, so wird das eine Gesellschaft sein,

  1. in der es kein Privateigentum an Produktionsmitteln, sondern nur gesellschaftliches, kollektives Eigentum an Produktionsmitteln geben wird;
  2. in der es keine Klassen und keine Staatsmacht, sondern Schaffende der Industrie und der Landwirtschaft geben wird, die sich als eine freie Assoziation der Werktätigen wirtschaftlich selbst verwalten werden;
  3. in der die Volkswirtschaft, nach einem Plan organisiert, auf der höchstentwickelten Technik in der Industrie und in der Landwirtschaft fußen wird;
  4. in der es keinen Gegensatz zwischen Stadt und Land, zwischen Industrie und Landwirtschaft geben wird;
  5. in der man die Produkte nach dem Prinzip der alten französischen Kommunisten verteilen wird: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“;
  6. in der Wissenschaft und Kunst sich unter so günstigen Verhältnissen befinden werden, daß sie sich. zur vollen Blüte entfalten werden;
  7. in der die Persönlichkeit, befreit von der Sorge um das Stück Brot und von der Notwendigkeit, sich an die ‚Großen dieser Zeit‘ anzubiedern, wirklich frei sein wird.“
Quelle: J.Stalin: Unterredung mit der ersten amerikanischen Arbeiterdelegation, 9. September 1927. In: J.Stalin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1953, Bd.10. S.116f.

Dankbar sein? Wofür?

Nein, Herr Chefredakteur des „Readers Digest“, es gibt keinen Grund dem „Herrn Gorbatschow“ dankbar zu sein. Kein Wunder auch, wenn sein eignes Volk, das er ins Verderben gestürzt hat, ihm einen ebensolchen Prozeß an den Hals wünscht, wie damals den obersten Nazibonzen in Nürnberg. Ein russischer Statistiker hat einmal nachgerechnet, was der „Gorbi“ dem „Gröfaz“ (der sich selbst entleibte) voraus hat, und das sind in der Tat beachtliche Zahlen:

Hitler_Gorbi

18 Millionen – Bevölkerungsverluste – 30 Millionen
43% – Verluste in der Volkswirtschaft – 55%
41% – Verluste in der Produktion – 70%
49% – Verlust an Betriebsvermögen – 80%

Unser Genosse???

Und dieser „Herr Gorbatschow“, der behauptete, unser Genosse, ein Kommunist, zu sein, hat einmal erklärt, den Leninschen Weg fortsetzen zu wollen und den Sozialismus aufzubauen. Das kann man alles nachlesen in seinen Parteitagsreden. Er, wie auch sein berüchtigter Vorgänger Chruschtschow, waren Lügner. Sie waren Antikommunisten! Und das ist auch der Grund für die „größte Katastrophe des 20.Jahrhunderts“, der Zerstörung des sozialistischen Weltsystems, das immerhin ein Gegengewicht war zum sich aggressiv ausbreitenden Imperialismus. Insofern hatte also Putin recht, als er dies sagte!

Und heute?

Heute können wir feststellen, daß Stalin (dem die Speichellecker des Kapitals derzeit jedes nur denkbare Verbrechen anhängen – wie, das wußte schon Goebbels!) hundertmal recht hatte, als er sagte:

„Was wäre die Folge, wenn es dem Kapital gelänge, die Republik der Sowjets zu zerschlagen? Eine Epoche der schwärzesten Reaktion würde über alle kapitalistischen und kolonialen Länder hereinbrechen, man würde die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker vollends knebeln, die Positionen des internationalen Kommunismus würden liquidiert.“

Quelle: J.W. Stalin, VII.erweitertes Plenum des EKKI, Werke, Bd.9, S.24.

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Gregor Gysi – ein Ekelpaket

Sonntag, 14. Mai 2017 11:42

jw, 11.05.2017

Populismus ist nicht, wenn jemand einfach spricht, sondern wenn er einfach spricht und Falsches sagt. Und das mache ich zum Beispiel nie.

Gregor Gysi, Bundestags­abgeordneter der Partei Die Linke und Präsident der Europäischen Linken“

 …und das sagt einer von sich, der in erster Reihe, an forderster Front, die Zerstörung meiner Heimat, der DDR, vorbereitete und kaltblütig umsetzte. Und sich heute als „Linker“ versteht – link -> JA! aber links? -> NEIN!

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Streikrecht

Mittwoch, 10. Mai 2017 7:40

In der heutigen jw ein Artikel, daß auch Lehrer streiken wollen: „Streikrecht für Beamte durchsetzen„.

Es mutet schon fast pervers an, wenn eine Regierung festlegt, ob jemand gegen wirtschaftspolitische Entscheidungen seinen Unmut äußern darf. Wenn es einen Grund zum Streik gibt, dann sollte man streiken und nicht fragen: „Darf ich bitte mal streiken?“. Ich will zwar sagen, daß ich mit verschiedenen Dingen unzufrieden bin, aber ich will keine Nachteile haben und nicht meinen Job verlieren. Aus diesem Grund streike ich nur, wenn es mir erlaubt wird und ich keine Konsequenzen tragen muß. – Was für brave Bürger. Mit so einer Haltung setzt man alle Signale an die Regierung: Ihr dürft meine Rechte beschneiden ohne Ende, ich werde nur den Mund aufmachen und protestieren, wenn ihr es mir erlaubt.

In den Anfängen des Kapitalismus sind die Arbeiter auf die Straße gegangen, haben alles riskiert, um sich bessere Arbeitsbedingungen und Löhne zu erkämpfen. Viele ließen dabei ihr Leben. Aber es gab noch etwas, das heute wie ein Fremdwort anmutet: Solidarverhalten. Die Arbeiter organisierten sich und errangen mehr Rechte und bessere Lebensbedingungen. Heute lassen sie sich von den unternehmernahen Gewerkschaften an der Leine führen.

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Ljubow Pribytkowa: Nachdenken über die Moral der Raubtiere…

Freitag, 21. April 2017 19:56

Mit scharfzüngigen Argumenten und bissigem Hohn beschreibt die russische Publizistin die Folgen der kapitalistischen Konterrevolution in Rußland. Man darf sich allerdings nicht in dem Irrglauben wä…

Quelle: Ljubow Pribytkowa: Nachdenken über die Moral der Raubtiere…

Was man über Rußland nur kaum liest oder hört wird in diesem Artikel deutlich beschrieben.

Bei allen Verdiensten Putins mit seiner stabilisierenden Außenpolitik dürfen wir nicht vergessen, daß auch Rußland heute ein imperialistischer Staat ist. Putin steht z.Bsp. Assad nicht nur aus Nächstenliebe bei, sondern verfolgt dort ureigene wirtschaftliche Ziele, die ihm seine Oligarchen danken. Doch wie das Leben in Rußland selbst aussieht, wie die Menschen jetzt in Rußland leben, wie ihre monatlichen Einkommen und die Preise aussehen, ob und wieviele Arbeitslose es in Rußland gibt, ob diese eine monatliche Grundsicherung erhalten, wie deren Krankenversorgung erfolgt, darüber liest man leider auch in den einschlägigen russischen Nachrichtenseiten wie RTdeutsch, sputnik, News-Front u.a. nichts.

Danke, Sascha für die Übersetzung und Veröffentlichung dieses Artikels!

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Trump – der Friedenstifter?

Freitag, 13. Januar 2017 13:09

Bei RTdeutsch ist heute ein Interview mit Willy Wimmer zu lesen::

Ich denke, jeder in Europa wünscht sich, einen Trump im Amt zu sehen, der die Politik verfolgt, die er im Wahlkampf erklärt hat, nämlich sich für gute Beziehungen mit anderen Staaten einzusetzen, auch mit Russland“, sagte Wimmer und fügte hinzu, dass es „keinen Grund“ für Europa gibt, „sich feindselig gegenüber der russischen Bevölkerung oder der russischen Regierung zu verhalten.

Ja wie naiv sind denn solche Äußerungen?! – Gab es jemals in den USA einen Präsident, der in seiner Amtszeit das getan hat, was er während des Wahlkampfes versprach? Ist nicht ein Obama ganz genauso so aufgetreten, bevor er gewählt wurde und erhielt er nicht sogar den Friedensnobelpreis für seine Versprechungen?! Ich beobachte eines: als Trump zur Wahl stand und dann tatsächlich gewählt wurde, war die Aufregung riesengroß. Jeder schlug verbal auf diesen Trump ein, nichts Gutes ließ man an ihm und pries stattdessen die Clinton als das geringere Übel. – Auch bei RT, bei sputnik, in der linken Presse konnte man förmlich sehen, wie man die Hände über den Kopf schlug und Zeter und Mordio schrie – nein! – Nicht dieser verrückte Trump! Kaum aber war Trump gewählt, erfolgte so klammheimlich ein Umschwenken. Auf einmal war er der Mann, der Nicht nur Frieden, nein gar Freundschaft Zu Rußland pflegen wolle, der Sympathien gegenüber Putin hege, der auf jeden Fall dafür sorgen würde, daß das Säbelrasseln aufhört. Clinton, das war nun auf einmal allen klar, war der Garant für einen Krieg. Mit Trump schwand auf einmal die Kriegsgefahr. Es ist vollkommen wurscht, wer in den USA das Präsidentenamt innehat – die eingeschlagene Politik um Vorherrschaft auf der Welt mit allen Konsequenzen, sei sie auch nur mittels Krieg zu erreichen, wird auch unter Trump fortgeführt werden. Die Westmächte setzten sich bereits 1944 mit Stalin an einen Tisch, vereinbarten gegenseitige Hilfe und trugen ein Lächeln auf dem Gesicht. Hinter dem Rücken jedoch war die Pistole bereits entsichert; nur man brauchte Stalin, um Deutschland kaputtzuschlagen. Rußland war, ist und wird der Feind Nummer 1 sein und bleiben, solange es nicht besiegt ist. Die USA werden hauptsächlich mit Großbritannien und den Lakaienstaaten BRD, Frankreich und fast allen Ostländern nichts unversucht lassen, dieses Ziel zu erreichen und auch einen, auf Europa begrenzten Atomkrieg (der war schon 1989 geplant) nicht scheuen, um Rußland in tausende Stücke zu zerschlagen. Mit diesem Krieg wären alle europäischen Staaten als künftige Konkurrenten ausgeschalten und die Welt-Vormachtstellung der USA auf lange Sicht gesichert; wenn da nicht noch China wäre….

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Der Islam als Terrorist?

Sonntag, 22. November 2015 13:01

Irgendwie habe ich ein komisches Gefühl bei dem absoluten Feindbild IS. Den IS in dieser Form gab es ja vorher nicht. Er ist eine Achse des Al Quaida, Beide wurden von US-Geheimdiensten und US-Army gegründet, geschult, ausgebildet. Ihnen wurde von VSA-Seite ein Feindbild gegeben und dann, nach ausreichender Bewaffnung, losgeschickt, um überall Unheil zu verbreiten.
Diese Al Quaida, IS, ISIS u.a. haben nichts, rein gar nichts mit Islamismus zu tun. Ihr handeln widerspricht Muslimischen Prinzipien = der Achtung des Lebens. Diese für den Terror geschaffene Organisationen sollen sich als Feind Nr. 1, als absolute Bedrohung der westlichen Welt präsentieren und dabei suggerieren: dieser Feind ist der der Islam.
Nachdem die USA diese Kinder erzeugten, ihnen eine Ausbildung angedeihen ließen, ein Feindbild gaben und sie äußerst aggressiv auf dieses Feindbild eingestimmt hatten, mußten sie diesem Gebilde einen Namen geben. Der Name soll suggerieren, daß der Islam die eigentliche Bedrohung der westlichen Welt sei. Und schon spricht alle Welt vom absoluten Feinbild Islam. Die Pläne Amerikas gehen hier auf: das künstlich geschaffene Feindbild wird von der westlichen Welt angenommen und aufs Äußerste bekämpft.
Kaum ging Putin erfolgreich gegen den IS in Syrien vor, begannen die VSA, eine neue Gruppe zu schaffen, die die Aufgabe des IS erfüllen soll.

Wieder einmal ist es den USA gelungen, 2 Gegenpole zu schaffen: die islamische und westliche Welt zu manipulieren sie gegeneinander zu hetzen und beide zum Helfershelfer ureigener amerikanischer Interessen zu machen.

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Heinrich Heines deutscher Michel…

Freitag, 2. Oktober 2015 18:23

… aus dem Jahr 1850 paßt so wunderbar in unsere Zeit und zur „umjubelten Traumhochzeit“.

Inspiriert durch einen Artikel in der jw  möchte ich dieses hochaktuelle Gedicht von Heinrich Heine im mein weblog aufnehmen:

Michel nach dem März

Solang ich den deutschen Michel gekannt,
War er ein Bärenhäuter;
Ich dachte im März, er hat sich ermannt
Und handelt fürder gescheuter.

Wie stolz erhob er das blonde Haupt
Vor seinen Landesvätern!
Wie sprach er – was doch unerlaubt –
Von hohen Landesverrätern.

Das klang so süß zu meinem Ohr
Wie märchenhafte Sagen,
Ich fühlte, wie ein junger Tor,
Das Herz mir wieder schlagen.

Doch als die schwarz-rot-goldne Fahn,
Der altgermanische Plunder,
Aufs neu erschien, da schwand mein Wahn
Und die süßen Märchenwunder.

Ich kannte die Farben in diesem Panier
Und ihre Vorbedeutung:
Von deutscher Freiheit brachten sie mir
Die schlimmste Hiobszeitung.

Schon sah ich den Arndt, den Vater Jahn –
Die Helden aus andern Zeiten
Aus ihren Gräbern wieder nahn
Und für den Kaiser streiten.

Die Burschenschaftler allesamt
Aus meinen Jünglingsjahren,
Die für den Kaiser sich entflammt,
Wenn sie betrunken waren.

Ich sah das sündenergraute Geschlecht
Der Diplomaten und Pfaffen,
Die alten Knappen vom römischen Recht,
Am Einheitstempel schaffen –

Derweil der Michel geduldig und gut
Begann zu schlafen und schnarchen,
Und wieder erwachte unter der Hut
Von vierunddreißig Monarchen.

Bleibt die Frage: wo gibt es heute Dichter, die so treffsicher, der deutschen Sprache so kundig sind und in poetischer Form die deutsche Politik an den Pranger stellen?

Da wären zu nennen Gundermann und Tamara Danz mit der Silly-Gruppe, aber beide leben nicht mehr. Besonders treffend das von Tamara Danz zur dt. Einheit geschriebene und gesungene Lied „Traumpaar“, das ich aus aktuellem Anlaß hier verlinke. Leider habe ich im Internet nur das von Jan Josef Liefers nachgesungene Lied und eines von Silly & Gäste live im Tempodrom ANJA KRABBE & ICF, m.E. etwas besser interpretierte, gefunden, aber der Inhalt macht`s! Und des Inhaltes wegen ist es auf jeden Fall hörenswert…

 

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Armut und Wohlfühl – Diäten

Mittwoch, 19. August 2015 10:24

Eine Notitz in der „jw“ vom 19.08.2015:

Erwerbslose verarmen zusehends
Berlin. Die Verarmung von Erwerbslosen hat nach den Worten der stellvertretenden Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag, Sabine Zimmermann, in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen. Der Anteil der Arbeitslosen, die mit »erheblichen materiellen Entbehrungen« leben müssten, sei von 18,2 Prozent im Jahr 2005 auf 33,7 Prozent 2013 gestiegen, sagte Zimmermann der dpa unter Berufung auf Zahlen von Eurostat. Im EU-Durchschnitt litten deutlich weniger Erwerbslose als in Deutschland unter Armut. Zimmermann sieht die Hartz-Gesetze als einen wesentlichen Grund für diese Entwicklung. Die Bundesregierung verweigere Arbeitslosen eine angemessene Unterstützung, sagte sie. (dpa/jW)

Ja dem ist wohl so – und dieser Prozeß beschleunigt sich. Hinzu kommen Verlust des Selbstwertgefühles, Ausgeschlossensein aus der Gesellschaft, Beschimpfung als „Sozialschmarotzer“ und…und…und…

Bei so viel Elend schämen sich auch die sogenannten „Linken“ nicht, sich regelmäßig immer höhere Diäten und diverse Zuschüsse (unversteuert selbstredend) zu genehmigen und lächelnd ein sattes Leben zu führen.

Warum kommt keiner der ach so „linken“ Abgeordneten auf die Idee zu sagen: „Mir reichen zum Leben 2.000 €, beruflich benötige ich noch 2.000 €, also gebe ich mich mit ca. 4.000 € monatlich zufrieden.“ Ein/e Abgeordnete/r hat ja zusätzlich die Möglichkeit, mit diversen Vorträgen, Veröffentlichungen usw. zusätzlich Geld dankend anzunehmen. Der Rest der Diäten und Zuschüsse könnte man doch spenden – zum Beispiel für die Ärmsten der Armen!?

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Sicheres Herkunftsland?

Donnerstag, 30. Juli 2015 7:48

Kurznachricht in der jw vom 30.07.2015:

Serbien zum sicheren Land für Roma erklärt
Mannheim. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Baden-Württemberg hat keine Zweifel an der Einstufung Serbiens als sicherer Herkunftsstaat für Asylbewerber. Dies gelte auch für Roma, entschied der VGH in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil (AZ.: A 6 S 1259/14). Geklagt hatte ein Angehöriger dieser Volksgruppe aus Serbien, dessen Asylantrag als unbegründet abgelehnt worden war. Vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart hatte er zunächst Erfolg: Es entschied damals, dass dem Kläger Schutz als Flüchtling zu gewähren sei, weil ihm in Serbien Verfolgung drohe. Für den VGH war nun ausschlaggebend, dass es dort staatlicherseits keine Verfolgung von Roma gebe. Flüchtlingsorganisationen sprechen aber von pogromartigen Übergriffen und einem strukturellen Ausschluss aus der Gesellschaft. (dpa/jW)

Wenn es darum geht, wo ist überhaupt noch ein Flüchtling sicher? Die Roma kommen nach Deutschland, in ein Land, wo es fremdenfeindliche Übergriffe und einen strukturellen Ausschluß aus der Gesellschaft gibt, also gleiche Verhältnisse wie in Serbien herrschen.

Flüchtlinge werden in Deutschland nicht integriert, haben es schwer, wenn sie überhaupt wollen, Arbeit zu finden. Das läuft hier ganz genauso ab, wie in Serbien. Welches sind also die Motive von Serbien in die BRD zu kommen? Die aus Serbien kommenden Flüchtlinge müßten doch eigentlich genauso wieder aus der BRD fliehen, so wie sie hier ankommen. Sie tun es jedoch nicht, trotz fehlender Integration, trotz Chancenlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt, trotz Fremdenfeindlichkeit. Warum?

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