Der Weg zum Kommunismus ist das Ziel

(Die Überschrift nicht falsch verstehen – ich gehe davon aus, daß der Kommunismus als Gesellschaftordnung niemals „fertig“ sein wird. „Der Weg“ ist von mir als Prozeß des Aufbaus des Kommunismus gemeint)

Die Kommunismusdiskussion, die gerade durch die Presse geistert, wird von all denen geführt, die den Begriff  „Kommunismus“ immer tiefer in Mißkredit bringen.

Gesine Lötsch bezeichnet sich selbst als „demokratische Sozialistin“. Was ist das eigentlich? Was hat das mit Kommunismus zu tun? – Nur Begriffswirrungen. Sozialismus an sich birgt in sich Demokratie. Das Rumhacken und Pochen auf Demokratie – Alles auf der Welt erfolgt heute im Namen der Demokratie: „bürgerliche Demokratie“, „demokratischer Sozialismus“, „freiheitlich-demokratische Grundordnung“. Kriege werden geführt, um den Menschen überall auf der Welt „Demokratie“ zu bringen. So wird von eigentlichen raff- und herrschaftssüchtigen Zielen abgelenkt.

Auf den Punkt wird das „Demokratieverständnis“ in Kombination mit Freiheit gebracht. Ja! – Freiheit und Demokratie ist das scheinbar wichtigste. Nur: wer thematisiert das so vehement?! – Genau jene Kräfte, die das Gegenteil anstreben! – „Freiheit“ haben alle DDR-Bürger 1990 bekommen – wie frei sind wir denn? Wir sind so frei, wie es unser Geldbeutel zuläßt. „Freiheit“ ist hierzulande gleichzusetzen mit Geld – all die von Hartz IV-Lebenden sind gefangen in ihren 4 Wänden – nicht mal Kino, Theater, Zoobesuch ist da möglich geschweige denn irgendwelche Reisen in ferne Länder. Reisen innerhalb Deutschlands? – Nein, so weit geht die Freiheit denn doch nicht. Die Arbeitsagenturen untersagen das. Und freie Meinungsäußerung? – Mitnichten! Gedroht wird mit Beobachtung und Verbot, sollte die Meinungsäußerung zu weit nach links gehen.

Die Nazis gebrauchten gar den Begriff  „sozialistisch“  in Kombinatiation mit national!

So werden nicht nur in diesem Staat Begriffe benutzt um nur abzulenken von der Wirklichkeit: Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Demokratie, Freiheit – Begriffe, deren Anwendung konträr zur Realität sind und damit verwirren und falsche Tatsachen vortäuschen.

Was eigentlich ist „Demokratie“? Kein Staat kann anarchisch existieren. Es bedarf immer Gesetzen, Unterordnung, Disziplinierung der Massen. Die Frage ist nur: mit oder gegen die Massen! – In wessem Interesse? – Mit welchen Inhalten?

Niemand kann neue Wege beschreiten ohne dabei Fehler zu begehen. Wichtig ist, aus den Fehlern zu lernen, den Kurs zu korrigieren und sein eigenes Handeln stets zu hinterfragen.

Da ist eine Gruppe, die KI (Kommunistische Initiative) dabei, das Scheitern des Sozialismus auf Chrustschow allein zurückzuführen, auf ihn zu beschränken – der Täter ist erkannt… So einfach ist das nicht! So viele Kommunisten (?) in diesen Ländern hatten es mitgemacht, haben dieselbe Verantwortung, hatten, aus falscher Disziplin, persönlichem Vorteil und Karrieregründen geschwiegen und genau in diese Richtung mitgearbeitet, anstatt dagegen aufzutreten. Sie alle sind mit verantwortlich, sind „schuld“ und weisen doch jegliche Schuld von sich. Sie verfassen heute Artikel, daß sie alles richtig gemacht hätten, daß allein Chrustschow den Kurs auf Scheitern gestellt habe. Warum wurde das nicht früher erkannt, bevor die DDR verraten und verkauft wurde? Warum wurden diese Ausarbeitungen nicht bereits zu DDR-Zeiten verfaßt, um die Entwicklung in der DDR wieder auf den richtigen Kurs zu bringen? Nein! und nochmals Nein! Wer hat denn wirklich den Mund aufgemacht? – Ich tat es und wurde in Aussprachen geholt, beobachtet und abgehört, so wie andere auch. Und doch hatte und habe ich nur ein Ideal: den Weg zum Kommunismus. Natürlich haben westliche Geheimdienste den Prozeß unterstützt und z.T. fruchtbaren Boden für ihre Machenschaften gefunden. Wachsamkeit war vorhanden, nur leider schloß diese Wachsamkeit bestimmte Leute in bestimmten Positionen aus und z.T. die falschen ein.

Heute wird Stalin als Massenmörder diffamiert und selbst die Partei „Die Linke“ zuckt zusammen, verurteilt brav, ja entschudligt sich gar bei ehemaligen Systemkritikern – ist in dieser Gesellschaft angekommen.

Hitler wollte die Juden ausrotten, um sich an deren Vermögen zu bereichern – wer nicht aktiv mitmachte schaute lieber weg. Dann wurden Kommunisten als Kinderfresser und blutrünstige Monster auf Plakaten dargestellt, um einen sinnlosen und verheerenden Krieg anzuzetteln. Heute stehen die Islamisten am Pranger. Jeder Freiheitskämpfer wird als Terrorist bezeichnet. „Terrorist“ ist das Schlimmste auf Erden. (Ich hatte dazu HIER vor längerer Zeit geschrieben.) Parallel dazu ist man wieder dabei, eine Hatz auf alle Linken vorzubereiten. Als hätten die Menschen nichts gelernt aus der Geschichte lassen sie sich von Medien und Politikern manipulieren.

Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, daß wir Menschen von Historikern und Politikern immer angelogen und benutzt werden, mal in eine Richtung, mal in eine andere. Geschichtsschreibung dient (muß dienen) den Interessen der herrschenden Klasse. Aus diesem Grund traue ich der Geschichtsschreibung insgesamt nicht mehr. Dinge werden geleugnet, gedeutet, Teilwahrheiten, Lügen und Wahrheiten miteinender vermengt. Und es wird bewußt ge-/verschwiegen – auch das ist unehrlich!. Immer wieder tauchen aus dem Nichts urplötzlich nie gekannte Dokumente auf, die neue Einschätzungen und Betrachtungen nicht nur zulassen, sondern  notwendig machen. Immer steht ein bestimmtes Interesse dahinter. Und die Massen lassen sich mehr als je zuvor manipulieren, rennen jeweils irgendwelchen Idealen hinterher und werden doch nur benutzt.

Der Mensch an sich ist das größte Problem auf Erden. Er ist geprägt, nach Geld und Macht zu streben, sich über andere zu erheben. Dabei ist ihm jedes Mittel recht… das muß überwunden werden!

Datum: Freitag, 14. Januar 2011 10:37
Themengebiet: Aktuelle Politik, Allgemein Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar

  1. 1

    Daß wirklich jemand im Sozialismus den Mund aufgemacht hat, ist schon nicht zu bestreiten. Doch einerseits hielt man kritische Diskussionen über „richtigen“ Weg zum Sozialismus oft für unpassend (was völlig unmarxistisch ist!) und andererseits gab es immer wieder autoritäre Personen, die hinter jedem Busch einen Räuber vermuteten, und die daher gleich mit der „Klassenstandpunkt“-Keule jeden auch nur hauchdünnen Widerspruch, jeden Irrtum und sogar jede andersgeartete ehrliche Meinung am Boden zerstört haben (und denjenigen gleich mit dazu).

    Natürlich ist das schlimm, weil nicht jeder sich zu wehren verstand, und vielleicht auch aus Angst lieber den Mund gehalten hat.

    Nicht nur an diesen notorischen Rechthabern, sondern auch an den Feiglingen und an den Bequemen krankt die Gesellschaft im Sozialismus wie auch heute.

    Es gab großartige Veränderungen nach 1945 im Bewußtsein der Menschen in der DDR, es war eine Aufbruchstimmung. Aber es gab auch viel Feindschaft, unendlich viel Feindschaft. Und wir waren froh, wenn es gelang, den Feinden das Handwerk zu legen. Darauf können wir stolz sein!

    Also ich hätte die Überschrift mit einem Fragezeichen versehen (denn „der Weg ist das Ziel“ – eine Bernstein-Phrase!).
    Rote Grüße!
    Norbert

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